Die Spycher


Drei Rückzugsorte. Ein Panorama.

Was ist ein Spycher


…und wie spricht man das eigentlich aus?


Die Walser stammen ursprünglich aus der Schweiz, genauer gesagt aus dem Wallis. (Wer hätte das gedacht?) Und mitgebracht haben sie nicht nur ihre Kultur, sondern auch ihren Dialekt. Im Walliserdeutsch ersetzt man die Buchstaben „ii“ gern mal durch ein „y“.

Heißt: Spiicher = Spycher. Ausgesprochen: Schpiicher.


Und warum nun Spycher?
Ein Walser Hof bestand früher aus drei Teilen: dem Bauernhaus, dem Stall fürs Vieh – und eben dem Spycher. Dieses Wirtschaftsgebäude war so etwas wie die Schatzkammer: Hier wurden Korn, Fleisch, Trachten, Schriftstücke und alles Wertvolle gelagert. Und falls mal Feuer ausbrach, war so sichergestellt, dass nicht gleich alles verloren ging.
 

Das Bauernhaus und der Stall – das Breitachhus – gehören zu meinem Leben seit Kindheitstagen. Aber der Spycher hat gefehlt. Und weil ich zum großen, überbordenden
Tourismus einen Gegenpol schaffen wollte, bot er sich als perfekte Inspiration an: klein in den Maßen, groß im Stellenwert.


Die Neuinterpretation heute
Wo früher Korn und Trachten lagen, findest du heute etwas mindestens genauso Wertvolles: dich und die Menschen, die dir wichtig sind.
Meine Spychern sind kleine Rückzugsorte, die Ruhe und Zweisamkeit in einer einzigartigen alpinen Kulisse bewahren.

 

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Der Spycher, auf dem Foto stand in Hirschegg. Den gibt es leider nicht mehr, die Geschichten dazu allerdings schon.

Pia Riezler etwa erinnert sich: Als sie jung war, hatte der Spycher so manche ungewöhnliche Zwischennutzung.
Da gab es zum Beispiel Gedeon, der darin wohnte – stets begleitet von seiner Gans, die ihn wie ein Hund durchs Tal begleitete. Oder die Zeit, als der Spycher kurzerhand zum Gefängnis wurde. Pia brachte den Übeltätern damals gelegentlich etwas zu essen vorbei.

Heute ist der Hirschegger Spycher verschwunden. Aber seine Geschichten leben weiter – und genau diese Verbindung aus Tradition, Erinnerung und Neuinterpretation steckt in meinen Spychern.

Warum eigentlich drei?


Ob Rat Pack, Beastie Boys oder die drei Musketiere – legendäre Dreiergespanne haben Tradition. Daran knüpfe ich mit meinen drei Spychern an, die an einem der schönsten Orte der Alpen stehen: im Kleinwalsertal. Genauer gesagt im „Egg“ – so nennt sich der Flurname hier.


Und nein, das Egg ist weder ein Ei noch ein dunkles Eck. „Egg“ bedeutet so viel wie Geländekante, Bergrücken oder Hangkante. Genau dort thronen die Spychern – und die Walser haben diesem Platz auch gleich den passenden Übernamen verpasst: „Uuf dr sonnasiita“ – auf der Sonnenseite.


Klingt nach Urlaub? Ist es auch. Sonnig gelegen, mit freiem Blick auf die Kanzelwand. Dank der zehn Quadratmeter großen Panoramafenster sitzt du hier sozusagen in der ersten Reihe, wenn die Bergwelt des Kleinwalsertals ihre große Show spielt – das zweitlängste Engagement nach den Alpen hat nur Céline Dion in Las Vegas. ????⛰️

Lage


Die drei Spychern sind bewusst versetzt gebaut – so hat jeder seinen eigenen Charakter. Der dritte Spycher steht etwas weiter hinten, durch die Hanglage aber höher als die beiden anderen. Das Ergebnis: ein genauso imposantes Panorama, nur mit dem kleinen Bonus, dass man den Kopf nicht so weit strecken muss um die Gipfel zu sehen.

 


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